Donnerstag, 31. Mai 2007

Herzlichen Glückwunsch

Peter, meinem 1000. Besucher. Jetzt muss ich nur noch kreativ werden :-) Aber mir fällt was ein, da bin ich mir ganz sicher!
Es freut mich, dass ihr meinen Blog so zahlreich besucht, dann weiß ich wenigstens, warum ich mir die Arbeit mache... ;-)

Fotos von Nanjing

besser spät als nie... jetzt gibt es auch die Fotos für Nanjing. Link links an der Seite

Mittwoch, 30. Mai 2007

Wer wird der 1000. Besucher?

Der möge sich doch bitte im Gästebuch verewigen, dann lasse ich mir was einfallen... Der Counter ist ein Stückchen weiter unten auf der linken Seite.

Wohnung

Auf Grund vermehrter Nachfragen zur allgemeinen Beruhigung:
ja, ich habe auch ein Schlafzimmer: Ein Bad, d.h. eigentlich zwei, aber das andere war etwas zu kompliziert zum Fotografieren:
Und auch eine Küche: Außerdem noch einen Art Abstellraum, mit Waschmaschine, Trockner, Boiler, etc.

Fotos von Nanjing

gibt es hoffentlich auch bald. Leider macht mir der Upload aus Picasa gerade etwas Schwierigkeiten.

Nanjing Teil 2

Für Samstag hatten wir uns den Sijin Shan (Purpurgoldberg) vorgenommen. Zunächst sind wir aber ein Stück die alte Nanjinger Stadtmauer entlang gelaufen. Laut meinem Loose Reiseführer hätte man da Richtung Norden bis zu einem See laufen können. Die Büsche und Sträucher auf der Mauer wurden aber immer dichter. Die erste Zwischenmauer hatte noch einen Durchbruch zum Durchsteigen, die zweite Mauer war dann recht massiv und ein Schild von wegen Militär Sperrzone hat uns dann doch recht schnell zum Umkehren bewegt. Also sind wir direkt mit dem Taxi zum Sijin Shan gefahren. Für stolze 13 Euro gab es ein Ticket, mit dem man in alle Bereiche hinein konnte. Linggu Si war unsere erste Station. Eine riesige balkenlose Halle, einige Tempel und eine neunstöckige Pagode mit rund 250 Stufen und einer super Aussicht gehören dort zu den Attraktionen. Auf dem Weg zur nächsten Anlage kommt man unterwegs am Guilin Haus vorbei – zumindest laut Plan, den es am Eingang gibt und Hinweisschildern. Die grob geschätzten 150 Stufen zu der Ruine hätte man sich aber getrost schenken können.
Die zweite Anlage – Zhongshan Ling – ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Nanjing und das merkt man auch an der Vielzahl der chinesischen Reisegruppen mit gleichfarbigen Käppis. In dem Mausoleum liegt der erste Präsident des nachkaiserlichen Chinas, Dr. Sun Yatsen begraben. Das ganze ist ein ziemlich imposantes Bauwerk mit 392 weißen Marmorstufen die dort hinauf führen.
Zu Teil drei des Tages sind wir dann mit einem „Shuttlebus“ in Form einer Lokomotive mit Anhänger gefahren. Dort gibt es unter anderem den Seelenweg mit ziemlich monumentalen Steinfiguren zum rumturnen :-)
Nach ca. 5 Stunden bergauf und -ab und treppauf und -ab waren wir dann doch ziemlich erledigt und wollten nur noch schnell ein Taxi. Das war dann aber gar nicht so einfach. Erst mal mussten wir die Taxi Station finden. Dann wollte uns partout keiner mit Taximeter fahren, sondern alle nur mit vorher ausgehandeltem Preis. Am Ende haben wir aufgegeben und sind doch zum Festpreis gefahren. Das ist mir bisher nie passiert. Von Thailand war ich gewohnt mit Taxifahrern diskutieren zu müssen, ob sie jetzt mit Taximeter fahren oder nicht. Aber scheinbar ist es hier ähnlich, wenn man an touristischen Orten ist und sie meinen, einen abzocken zu können.
Abends waren wir zum BBQ anlässlich des DFB Pokal Finales bei Alex (einem Informanden, der seit November in Nanjing ist) eingeladen. Es gab Kartoffel- und Nudelsalat, etwas kreativ gestaltet schmeckt das auch in China ganz lecker. Irgendwann wurden die Jungs dann nervös, weil sie immer noch keine Möglichkeit gefunden hatten, das Spiel, dass um 3 Uhr nachts Ortzeit losgehen sollte anzuschauen. Am Ende lief dann doch über WLAN, amerikanischen Proxy und was weiß ich nicht alles ARD am Fernsehbildschirm. Nachdem mir das Spiel ja doch eher egal war, wollte ich eigentlich doch irgendwann mal ins Bett. Irgendwie bin ich dann aber doch am Balkon beim Ratschen hängen geblieben und plötzlich war es fünf und wurde schon wieder hell. Nach ein paar wenigen Stunden Schlaf war’s auch schon wieder vorbei: dann haben sie scheinbar irgendwo im Haus Fließen von der Wand gemeißelt. Und das am Sonntag :-(
Wir wollten dann eigentlich zum Denkmal für die Opfer des Massakers von Nanjing, das hatte aber wegen Umbau geschlossen. Also sind wir gleich direkt zum Konfuzius Tempel gefahren. Die Gegend dort ist super schön. Viele alte chinesische Häuser, ein Flüsschen, Fußgängerzone,… sehr, sehr nett. Unser letztes Ziel auf der Sightseeing Tour war das Zhonghua Men, das südliche Stadttor, das eigentlich mehr eine Festung ist, als nur ein Tor. Es hat im Angriffsfall bis zu 3000 Soldaten Sicherheit gewährt. Ein sehr imposantes Bauwerk, mit einem guten Ausblick auf die Stadt, die eine Mischung aus neu und alt ist.
Zum Abschluss waren wir noch schnell was Essen und dann ging’s für mich schon wieder Richtung Bahnhof. Meine Zugfahrt habe ich mit dösen und Reiseführer lesen für unsere nächsten Ziele verbracht. Und schwups war ich wieder in Shanghai. Und am Sonntagabend um halb zehn ist Gott sei Dank auch keine Stoßzeit…
Das Wochenende in Nanjing war – wenn auch anstrengend – wie Kurzurlaub. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Ausflug. Aber nächstes Wochenende wird erst noch mal Shanghai unsicher gemacht.

Dienstag, 29. Mai 2007

Freibier

Was der Armin mir da geschrieben hat ist sensationell ! Da gewinnt doch tatsächlich der Volleyballer Stammtisch (www.kirchweidach.de/volleyball) beim Steiner Bier Gewinnspiel den 2. Platz. Der 1. Platz wäre gewesen: lebenslänglich 1 Maß Steiner Bier pro Tag. Der 2. Platz: 10 Jahre lang 1 Maß Bier pro Tag – das sind sage und schreibe 3650 Liter Bier. Und das jetzt, wo der Stammtisch gerade 10 jähriges Jubiläum feiert… DA WAHNSINN! Ihr Lieben, ich wünsch euch viel Spaß beim Feiern! Trinkt ein Bier für mich mit! Das Bier hier hat zwar teilweise deutsche Wurzeln, aber es is hoid doch koa Stoana Bier ned…

Bei Sandra in Nanjing - Teil 1 Freitag

Am Freitagabend ging es direkt nach der Arbeit zum Hauptbahnhof. Der Company Bus hat mich an der richtigen U-Bahn Linie abgesetzt und ich bin Richtung Bahnhof gestartet. Die Ubahn war erst noch recht leer, wurde aber mit der Zeit immer voller. Ich hatte einen recht guten Stehplatz, aber das Gedränge an der Tür war schon recht extrem. Zwei Stationen bevor ich aussteigen musste habe ich mal angefangen, mir zu überlegen, wie ich wohl mich und mein Köfferchen aus der Bahn retten sollte. Gott sei Dank ist beim Bahnhof eine Umsteigemöglichkeit zu anderen U-Bahnlinien und es mussten einige aus der Ubahn raus. Den Weg zur Tür hat mir eine ältere Dame freigemacht, aber das Gedränge an der Haltestelle war unfassbar. Die Leute, die an der Tür standen und nicht aussteigen wollten haben hartnäckig ihren Standpunkt gehalten. Von innen haben alle die raus wollten geschoben und von außen alle, die rein wollten. Das kann ja nicht funktionieren. Mein Koffer war ein Stück hinter mir und mein Arm wurde immer länger. Also habe ich mal kräftig gezogen, weil zimperlich darf man da scheinbar nicht sein. Die anderen waren es zumindest auch nicht. Ich war richtig froh, als ich durch das Chaos durch war. So ein Glück, dass ich nicht jeden Tag in der Stoßzeit Ubahn fahren muss.
Am Bahnhof ging dann alles sehr geregelt zu. Außer zu den Ticketschaltern darf man ohne Ticket gar nicht in den Bahnhof hinein. Nach der Sicherheitskontrolle begibt man sich in die angeschlagene Waiting Area, dort wird dann der Zug in Chinesisch und Englisch ca. 20 Min vor Abfahrt angesagt und alles läuft los Richtung Bahnsteig. Bei meinem D450, ein schicker "ICE" hatte ich gleich meinen Sitzplatz 2. Klasse mit verstellbaren Sitzen und viel Beinfreiheit gefunden. Dann ging es auch schon los, laut Anzeige teilweise mit gut 200 km/h. Nach ein paar wenigen Stopps und gut zwei Stunden waren die ca 300km Fahrt auf die Minute genau um 22:38 Uhr im neuen Nanjinger Bahnhof zu Ende. Irgendwie bin ich mir an den Bahnhöfen eher vorgekommen wie am Flughafen. Obwohl man ja auch keinen direkt am Gleis abholen kann, habe ich Sandra nach zwei kurzen Telefonaten trotzdem gleich gefunden.
Bei Sandra haben wir bis ca. halb 3 in Reiseführern gewühlt um gleich die nächsten Trips zu planen. Am Wochenende kommt Sandra nach Shanghai und das Wochenende darauf wollen wir nach Hangzhou fahren. Der Peking Flug Mitte Juni ist auch schon so gut wie gebucht.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Getting to work…

… war bisher immer ganz einfach und ging auch recht schnell. Raus aus dem Hotel, an den Straßenrand stellen, Taxi anhalten, einsteigen, hinfahren, zahlen, Rechnungen sammeln und dann in der Firma abgeben. Soweit so gut. Die ersten zwei Tage im Apartment waren noch genauso, weil mein Chef auf Dienstreise in Peking war.
Dienstagabend hat mir mein Chef dann gesagt, dass ich ab Mittwoch vom Minibus abgeholt werde. Das ist ja grundsätzlich ganz praktisch. Er hat den Fahrer angerufen um mit ihm die Route zu diskutieren. Ergebnis: ich werde um 8:05 Uhr abgeholt – als erstes. Oh, oh, wie lange das wohl dauern mag? Chef meint, normalerweise sind wir um kurz vor neun im Büro. Hatte ich schon gesagt, dass ich mit dem Taxi ca. 20 Minuten gebraucht habe? Und das das Büro ca. 3-4 km von meinem Apartment entfernt ist? Es hatte ja einen Grund, warum ich nicht weit weg wohnen wollte vom Büro. Und der war… dreimal dürft ihr raten… dass ich nicht viel Zeit auf dem Weg von und zur Arbeit lasse. Ihr könnt euch meine Begeisterung vorstellen. Aber gut. Gestern dann der erste Versuch.
Ich war um 8:00 Uhr an der vereinbarten Straßenecke und der Bus war schon da. Also los, kurz ein Stück in die eine Richtung, an ein paar Ampeln warten, auf der anderen Straßenseite wieder zurück, rechts abbiegen (also schräg gegenüber von meiner Seitenstraße) ein kleines Stückchen fahren und in einen Parkplatz einbiegen. Fahrzeit ca. 10 Minuten, Ankunftszeit 8:13 Uhr. Warten…. Und warten… und warten… keiner kommt. Um 8:20 versucht mir der Fahre auf einem Stück Papier zu erklären, dass ich um 8:05 abgeholt werde, der Zweite um 8:20, der Dritte um 8:25 und mein Chef um 8:30. Ich habe daraus mal geschlossen, dass um 8:20 jemand kommen sollte. Um 8:30 war immer noch keiner da – ich saß mittlerweile 30 min im Bus für eine Strecke mit knapp zehn Minuten zu Fuß. Und das wo ich doch so ein unglaublich geduldiger Mensch bin. Um 8:35 kam dann mein Chef an, er ja als Vierter einsteigen sollte. Er hat mir dann erklärt, dass die anderen beiden heute nicht mitfahren…
Na gut, ab da ging’s recht zügig voran, der letzte Mitfahrer hat auch schon auf uns gewartet. Bis zu einer Ampel, an der das Auto direkt vor uns die Hinterseite des Taxis davor geküsst hat. Tja, da saßen wir dann fest, bis die die kleine Schramme mitten auf der Straße ausdiskutiert hatten.
Um 10 nach 9 war ich dann endlich angekommen. Gut Zeit für 3,5 km… da wäre ich zu Fuß definitiv schneller gewesen.
In der Zwischenzeit habe ich gleich mal den Stadtplan und die Route unter die Lupe genommen und meinem Chef mitgeteilt, dass ich heute zu ihm kommen werde, um dort einzusteigen, damit ich nicht die ganze Tour mitfahren muss. Und was ist heute los? Es regnet zum ersten Mal seit ich hier bin so richtig. Na gut, aber meine Fahrzeit hat sich immerhin schon mal deutlich verkürzt. Morgen darf ich an einer Ecke einsteigen, die ca. 5 – 7 Minuten Fußweg von meinem Apartment entfernt ist und kann dafür 20 Minuten später außer Haus gehen. Da sieht die Sache schon viel besser aus… Aber vielleicht lege ich mir am Ende doch noch ein Fahrrad zu. Weil weit ist es ja nicht… aber die Verkehrsregeln sind halt doch etwas gewöhnungsbedürftig.
Rechts abbiegen darf man immer, auf Fußgänger, die grün haben muss man dabei keine Rücksicht nehmen, genauso wenig wie auf geradeaus fahrende Rad- und Mopedfahrer. Wofür haben die denn Bremsen? Dafür darf man als Radfahrer auch bei rot fahren, wenn man meint, man könnte die Kreuzung lebend überqueren. Im Zweifel hupt man einfach, um den anderen dazu zu bewegen aus dem Weg zu gehen. Bremsen ist out :-) Aber bis auf den einen kleinen Auffahrzwischenfall gestern habe ich komischerweise noch keinen Unfall gesehen.

Montag, 21. Mai 2007

Und am Ende wird alles gut…

Wie hat mein Chef so schön gesagt: gut Ding will Weile haben, den Spruch gibt es im Chinesischen auch.
Aber jetzt bin ich drin in meiner Wohnung. Als ich Samstagnachmittag die Schlüssel abgeholt habe, hätte die Wohnung angeblich geputzt sein sollen. Es war zwar minimal sauberer, aber geputzt definitiv nicht. Mir wurde dann eine Putzfrau für Sonntagnachmittag um vier versprochen.
Samstagabend war ich dann noch mit einigen Leuten lecker essen. Dann was trinken in einer sehr hübschen Bar und am Ende noch auf einer Party in einem Club mit Dachterrasse und Pool. Dort war auch tatsächlich Poolparty, was ich aber vorher nicht wusste. Abgesehen davon fand ich die Temperaturen auch nicht so 100%ig für eine Poolparty geeignet. Lustig war’s trotzdem aber mit der Aussicht, am nächsten Tag umziehen zu sollen, habe ich dann doch gegen drei beschlossen ins Hotel zu fahren. Heute habe ich dann ca. drei Stunden beim Carrefour verbracht und mich mit Putz-, Bad- und Essutensilien auszurüsten. Außerdem habe ich noch meine Grundausstattung an Lebensmitteln eingekauft. In dem monumentalen Supermarkt dauert es schon eine Weile, bis man die richtigen Sachen gefunden hat. Noch dazu weil die Verpackungen teilweise doch etwas anders aussehen, wie man es von daheim gewohnt ist. Und welches Waschmittel soll man denn nehmen? Welchen Schrubber? Die Millionen Verkäufer sind schon sehr geschäftstüchtig. Die eine hat erst mal meine Putzmittel unter die Lupe genommen, um mir dann das richtige Werkzeug dazu zu verkaufen.
Daheim habe ich dann selber mal ein bisschen mit Putzen angefangen, damit ich meine Sachen aufräumen konnte. Als nach fünf noch immer keine Putzfrau in Sicht war, habe ich den Makler angerufen. Der hat gemeint, dass die eine sich verlaufen hat, weil sie nicht lesen kann, sie aber schon eine andere gefunden haben, die auf dem Weg ist. Kurz drauf hat es dann auch geklingelt und die Dame stand mit ihrem Handtäschchen vor der Tür. Gut, dass ich fleißig Putzzeug eingekauft hatte… Sie hat sich auch gleich ans Schrubben gemacht. Kurz drauf klingelt es wieder an der Tür und die zweite Putzfrau steht vor der Tür. Nach der ersten Verwirrung habe sie dann beide in meiner Wohnung rumgeputzt und jetzt sieht die Sache schon richtig gut aus. Abgesehen davon, dass noch ein bisschen Deko fehlt. Es ist schon sehr angenehm, nicht alles auf dem Bett liegend oder sitzend zu machen, sondern zum Essen einen Esstisch zu haben und zum Blog tippen einen Schreibtisch.

P.S.: Es gibt neue Fotos über den Link an der Seite. Bisschen Stadt, bisschen Party, bisschen Wohnung...